{"id":115,"date":"2021-10-10T12:22:48","date_gmt":"2021-10-10T12:22:48","guid":{"rendered":"https:\/\/betriebsrat-wohnservice-wien.com\/?p=115"},"modified":"2021-10-10T12:22:48","modified_gmt":"2021-10-10T12:22:48","slug":"aktionsprogramm-der-liste-be-wsw-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/betriebsrat-wohnservice-wien.com\/?p=115","title":{"rendered":"Aktionsprogramm der Liste  be-wsw 2018"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Transparente Anrechnungskriterien und Geh\u00e4lter<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Der Wunsch nach einem fairen und nachvollziehbaren Gehaltschema ist ein legitimes Bed\u00fcrfnis von Arbeitnehmer_innen. Gerechtigkeit und Transparenz bei der Einstufung und Gleichbehandlung bei Geh\u00e4ltern spielen f\u00fcr die Motivation und ein gutes Betriebsklima eine bedeutende Rolle. Ohne transparente Anrechnungskriterien steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Ungleichbehandlung. Das Motto sollte sein:&nbsp;<strong>\u201cGleiches Geld f\u00fcr gleiche Arbeit, Qualifikation und Erfahrung\u201d<\/strong>.&nbsp;Ein diesen Prinzipien entsprechendes Schema haben wir f\u00fcr die Wohnberatung Wien im Zuge des Betriebs\u00fcbergangs bereits erreicht. Auch Benachteiligungen einzelner Kolleg_innen in anderen Bereichen der Wohnservice bez\u00fcglich Einstufungen und Geh\u00e4lter konnten wir in den letzten Jahren erfolgreich beseitigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es braucht&nbsp;<strong>faire und nachvollziehbare Anrechnungen von Ausbildungen und Berufserfahrung<\/strong>&nbsp;sowie die<strong>&nbsp;Anhebung ungerechtfertigt niedriger Geh\u00e4lter<\/strong>. Daher wollen wir weiter an einem transparenten Anrechnungs- und Einstufungssystem f\u00fcr die gesamte Wohnservice Wien arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Faire Arbeitszeitgestaltung: Gleitende Arbeitszeit \/ Mehrstunden \/ \u00dcberstunden<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Gleitzeitmodelle werden h\u00e4ufig sowohl von Arbeitgeber_innen als auch Arbeitnehmer_innen gew\u00fcnscht. Arbeitgeber_inner erhoffen sich zumeist flexibler einsetzbare Mitarbeiter_innen sowie die Einsparung von \u00dcberstunden. Arbeitnehmer_innen profitieren im Idealfall durch eine leichtere Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr ein faires Gleitzeitmodell ist jedoch ausreichend Personal Grundvoraussetzung. Das Verh\u00e4ltnis zwischen unserem&nbsp;<strong>Recht auf Selbstgestaltung der Arbeitszeit<\/strong>&nbsp;und der&nbsp;<strong>Erf\u00fcllung betrieblicher Erfordernisse muss sich die Waage halten<\/strong>. Steigendes Arbeitsaufkommen durch zus\u00e4tzliche Mehrstunden aufzufangen, welche in \u201eruhigeren Zeiten\u201c auf Anordnung abgebaut werden sollen ist nicht der Sinn der Gleitzeit. F\u00fcr gute Lebbarkeit der Gleitzeit und maximale Rechtssicherheit f\u00fcr alle Beteiligten, sind daher klare Vereinbarungen notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p>Es muss geregelt sein, wann es sich um Mehrarbeit im Sinne der Gleitzeit und wann um zuschlagspflichtige \u00dcberstunden handelt. In Bereichen in denen Gleitzeit nicht praktikabel ist, wollen wir in Absprache mit den betroffenen ein geeignetes Arbeitszeitmodell erarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gesundes Arbeiten \u2013 Schutz vor \u00dcberlastung<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Der&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.forba.at\/data\/downloads\/file\/1221-FB_05_2016_Ergebnisbericht.pdf\">FORBA Forschungsbericht 2016<\/a>&nbsp;<em>\u201e\u00dcberstunden und Mehrarbeitsstunden in \u00d6sterreich\u201c<\/em>&nbsp;stellt fest, dass in \u00d6sterreich fast f\u00fcnf Prozent des gesamten geleisteten Arbeitsvolumens der unselbstst\u00e4ndig Besch\u00e4ftigten in Form von \u00dcberstunden oder Mehrstunden anfallen.&nbsp;<em>(FORBA &amp; Uni Wien: \u00dcberstunden und Mehrarbeitsstunden in \u00d6sterreich; Autor_innen: Annika Sch\u00f6nauer, Franz Astleithner, Matthias Nocker, Ingrid Mairhuber, Thomas Mittelberger)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir halten das f\u00fcr eine sehr bedenkliche Entwicklung. Es steigt der Druck in Unternehmen, immer mehr Arbeit auf immer weniger&nbsp;Mitarbeiter_innen&nbsp;zu verteilen. Dabei ist erwiesen, dass sich&nbsp;lange Arbeitszeiten, hoher Arbeitsdruck und starke Arbeitsverdichtung auf Dauer sch\u00e4dlich auf die Gesundheit auswirken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wir bemerken diese Tendenzen: H\u00f6herer Arbeitsaufwand und steigendes Kund_innenaufkommen m\u00fcssen von gleich vielen Kolleg_innen wie bisher bew\u00e4ltigt werden. Mitarbeiter_innen, die das Unternehmen verlassen, werden zum Teil lange nicht nachbesetzt. Es werden neue Aufgaben \u00fcbernommen, ohne den Personalstand entsprechend anzuheben.<\/p>\n\n\n\n<p>Um nachhaltig ein&nbsp;<strong>gesundes Arbeitsklima zu schaffen<\/strong>, ist es daher notwendig, den Personalstand in den jeweiligen Bereichen und Teams auch dem tats\u00e4chlichen Arbeitsaufwand anzupassen. Wir fordern sinnvolle und transparente Personalschl\u00fcssel. Diese m\u00fcssen zwischen Betriebsrat und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung vereinbart und am besten in einer Betriebsvereinbarung festgehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist uns ein wichtiges Anliegen, Kolleg_innen, die lange im Krankenstand waren, eine gesunde R\u00fcckkehr zum Arbeitsplatz zu erm\u00f6glichen. In diesem Zusammenhang wollen wir auch einen Anspruch auf \u201eWiedereingliederungsteilzeit\u201c erwirken.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Betriebsvereinbarung zu Konflikten und sexueller Bel\u00e4stigung am Arbeitsplatz<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Konflikte am Arbeitsplatz sind f\u00fcr alle Beteiligten belastend und zumeist auch schwer zu l\u00f6sen. Deshalb ist es notwendig, ein Betriebsklima und eine Arbeitsorganisation zu etablieren, die der Entstehung von Konflikten soweit wie m\u00f6glich entgegenwirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz pr\u00e4ventiver Ma\u00dfnahmen sind Konflikte am Arbeitsplatz nicht immer zu vermeiden. Um eine Eskalation zu verhindern und in weiterer Folge Mobbing vorzubeugen, sind daher funktionierende Strukturen zur Konfliktbew\u00e4ltigung notwendig. Damit diese auch das Vertrauen der Betroffenen haben, muss&nbsp;<strong>im Vorhinein bekannt sein was im Anlassfall&nbsp;<\/strong>passiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Ziel ist eine konkrete Gestaltung und Absicherung der Vorgangsweise zu erarbeiten und hierzu eine Betriebsvereinbarung mit der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung zu verhandeln und abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sicherheit am Arbeitsplatz &amp; Arbeitnehmer_innenschutz<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Auch wenn sich die Arbeitsfelder der einzelnen Bereiche und damit die Kund_innen bzw. Nutzer_innen unserer Arbeit sowie Kooperationspartner_innen unterscheiden: unsere Arbeit besteht vorwiegend aus dem Kontakt mit Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist nicht auszuschlie\u00dfen, dass&nbsp;Mitarbeiter_innen&nbsp;auch diskriminierendem, bel\u00e4stigendem oder aggressivem Verhalten ausgesetzt sind. Viele&nbsp;Kolleg_innen&nbsp;f\u00fchlen sich aufgrund mangelnder Sicherheit am Arbeitsplatz belastet.<\/p>\n\n\n\n<p>2013 gaben das 43 % der Teilnehmer_innen an der Befragung im Zuge des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) an. Eine erneute Befragung hierzu w\u00e4re sinnvoll und notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p>Um professionell arbeiten zu k\u00f6nnen, ist unsere Sicherheit Voraussetzung. Wir fordern daher&nbsp;<strong>klare interne Richtlinien und standardisierte Handlungsanleitungen<\/strong>&nbsp;zum Schutz aller&nbsp;Mitarbeiter_innen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Datenschutzbetriebsvereinbarung<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Durch technisch immer&nbsp;ausgereiftere Systeme haben&nbsp;Arbeitgeber_innen&nbsp;die M\u00f6glichkeit, immer mehr Daten von&nbsp;Mitarbeiter_innen&nbsp;zu erfassen. Auf die Frage, welche Daten bei uns zu welchem Zweck gesammelt, gespeichert und verarbeitet werden, bedarf es einer Antwort.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies betrifft Themen wie den E-Mailverkehr, die Internetnutzung, spezielle Softwareprogramme (wie z.B. das Fallerfassungssystem, SAP, die \u201ePipe\u201c, das WSW-Management-Programm) oder das elektronische Schlie\u00dfsystem, um nur einige zu nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Rechtliche Rahmenbedingungen zum Datenschutz sind vorhanden, allerdings m\u00fcssen diese bez\u00fcglich des Umgangs mit personenbezogenen Daten von&nbsp;Arbeitnehmer_Innen&nbsp;f\u00fcr jeden Betrieb individualisiert, pr\u00e4zisiert und angepasst werden. Besonders die Datenschutzgrundverordnung, die im Mai 2018 in Kraft treten wird, gilt es innerbetrieblich im Sinne der&nbsp;Arbeitnehmer_innen&nbsp;umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um Transparenz und Klarheit im Schutz von unseren personenbezogenen Daten zu gew\u00e4hrleisten, erachten wir es als dringend notwendig, hierzu&nbsp;<strong>Betriebsvereinbarungen&nbsp;<\/strong>abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Work Life Balance &amp; Auszeiten<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie eine ausgeglichene \u201ework-life-balance\u201c sollten nicht nur am Papier bestehen, sondern auch in der Praxis funktionieren. Daf\u00fcr braucht es flexible Arbeitszeit- und Karenzmodelle, die f\u00fcr alle Bereiche des Unternehmens gelten und anwendbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist uns bereits mit der Betriebsvereinbarung \u201e<strong>Beruflichen Auszeiten<\/strong>\u201c gelungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispielhaft bietet der Babymonat V\u00e4tern und M\u00fcttern (auch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften) die M\u00f6glichkeit, ein Monat gemeinsam f\u00fcr das (Pflege\/Adoptiv)Kind da zu sein. Zur Leistbarkeit wurde ein finanzieller Zuschuss im Zuge einer Geburt\/Adoption mit der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung ausverhandelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den gesetzlich verankerten rund 700\u20ac im Rahmen des Familienzeitbonusgesetzes bekommen Kolleg_innen, die Eltern werden, eine finanzielle Unterst\u00fctzung von je 300\u20ac durch Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und Betriebsrat. Dies ist in der Betriebsvereinbarung zum Babymonat vereinbart und festgehalten worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere wichtige Ma\u00dfnahme zu einer gesunden Work-Life-Balance und dem&nbsp;<strong>Schutz vor \u00dcberlastung<\/strong>&nbsp;ist die Umsetzung des von uns erarbeiteten Konzepts zur Einf\u00fchrung einer 6. Urlaubswoche f\u00fcr alle Mitarbeiter_innen der Wohnservice Wien. Wir haben ein Modell erarbeitet, dass unabh\u00e4ngig von der Anrechnung von Vordienstzeiten, f\u00fcr alle Kolleginnen und Kollegen einen kontinuierlich wachsenden Anspruch auf mehr Urlaub im Laufe des Berufslebens erm\u00f6glicht. In mehreren, sehr produktiven Verhandlungen mit der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung wurde ein Modell erarbeitet, das auf den Prinzipien der Gleichbehandlung beruht und nat\u00fcrlich auch auf die Finanzierbarkeit durch das Unternehmen \u00fcberpr\u00fcft wurde. Der Anspruch auf zus\u00e4tzliche Urlaubstage w\u00e4chst mit zunehmendem Lebensalter und der Betriebszugeh\u00f6rigkeit. Dieses transparente und f\u00fcr alle nachvollziehbare Modell wollen wir in weiteren Verhandlungen mit der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung finalisieren und im Betrieb implementieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist wichtig, die Bed\u00fcrfnisse von Mitarbeiter_innen in unterschiedlichen Lebenssituationen (z.B: junge Eltern, Kolleg_innen kurz vor der Pension, Singles, Kolleg_innen, die eine Ausbildung neben der Arbeit machen\u2026) zu beachten. Im Sinne der Gleichbehandlung sollen gemeinsam mit der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung Vereinbarungen getroffen und entsprechende Ma\u00dfnahmen umgesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Parallel zu innerbetrieblichen Ma\u00dfnahmen darf die politische Entwicklung nicht \u00fcbersehen werden. Es gilt, entschieden gegen gesetzliche Ausweitung der H\u00f6chstarbeitszeit und weiterer Flexibilisierung der Arbeitszeit aufzutreten. Die Einf\u00fchrung eines 12-Stunden-Tages\/60-Stunden-Woche ist aus unserer Sicht unverantwortlich. Aufgrund gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen wie der Digitalisierung wollen wir f\u00fcr eine Arbeitszeitverk\u00fcrzung bei vollem Lohnausgleich und angemessenem Personalstand einstehen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Befristete Dienstverh\u00e4ltnisse<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Seit einiger Zeit werden neue&nbsp;Mitarbeiter_innen&nbsp;in der Wohnservice&nbsp;GmbH nur mehr f\u00fcr ein Jahr befristet eingestellt. Dies ist eine problematische Entwicklung, denn es bedeutet f\u00fcr alle neuen Kolleg_innen, ein Jahr lang besonders gef\u00e4hrdet zu sein, was die M\u00f6glichkeit sich in Diskussionen und Aktivit\u00e4ten einzubringen hemmt. Das schw\u00e4cht unsere Durchsetzungskraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Begr\u00fcndung werden nat\u00fcrlich wirtschaftliche Notwendigkeiten angegeben. Befristungen sind unserer Meinung nach nicht der richtige Weg um auf m\u00f6gliche wirtschaftliche \u201eUnsicherheiten\u201c zu reagieren.&nbsp;&gt;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Ma\u00dfnahme gef\u00e4hrdet im schlimmsten Fall&nbsp;das Recht, der von K\u00fcndigung betroffenen&nbsp;Kolleg_innen&nbsp;auf einen Sozialplan. Wir setzen uns daher gegen diese Einstellungspolitik ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtschaftliche und politische Entwicklungen geh\u00f6ren offen besprochen und diskutiert. Strategien und L\u00f6sungen m\u00fcssen gemeinsam entwickelt werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kollektivvertrag und Gewerkschaftspolitik<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Wie lassen sich Arbeitszeitverk\u00fcrzung bei vollem Lohnausgleich, bezahlte Mittagspausen, ordentliche Gehaltserh\u00f6hungen und andere Verbesserungen im Arbeitsrecht und Kollektivvertrag durchsetzen?<\/p>\n\n\n\n<p>Unserer Meinung nach ist dies ohne eine entsprechend demokratische Organisierung aller&nbsp;Arbeitnehmer_innen nicht m\u00f6glich. Daher ist es f\u00fcr uns selbstverst\u00e4ndlich, Mitglied bei der Gewerkschaft zu sein und Mitglieder zu werben, egal wie kritisch wir manchmal ihren Strategien und Vorg\u00e4ngen gegen\u00fcberstehen, denn nur als Teil dieser Gesellschaft kann man Forderungen an sie stellen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201cWir sind Gewerkschaft!\u201d<\/strong>&nbsp;Wir fordern auch hier die Einbindung aller betroffenen Belegschaften in Prozesse und Verhandlungen von essentiellen Themen.<\/p>\n\n\n\n<p>Uns ist es daher wichtig, auf Betriebsversammlungen und verschiedenen Diskussionsformaten (wie Arbeitsrechtsinfoabenden und Belegschaftsstammtischen) als Belegschaft Forderungen zu diskutieren und die erforderlichen Schritte, um diese umzusetzen gemeinsam zu planen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine Betriebsversammlung auf Arbeitszeit ist nicht genug!<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Aktive Betriebsratsarbeit braucht innerbetriebliche demokratische Strukturen. Herz solcher Strukturen sind Betriebsversammlungen, wo wesentliche Themen besprochen und Entscheidungen demokratisch getroffen werden k\u00f6nnen. Das Arbeitsverfassungsgesetz sieht mindestens 2 Betriebsversammlungen im Jahr vor (\u00a7 43 ArbVG). Dass die Teilnahme an Betriebsversammlungen in der Arbeitszeit stattfindet sieht das Gesetz nicht vor, ist in der Mehrheit der Betriebe aber \u00fcblich. Auch wir brauchen mehr als eine Betriebsversammlung auf Arbeitszeit im Jahr, um als Belegschaft Diskussions-und Entscheidungsprozesse sinnvoll f\u00fchren zu k\u00f6nnen. Denn f\u00fcr viele Kolleg_innen ist es kaum m\u00f6glich nach der Arbeit noch zus\u00e4tzlich Zeit aufzubringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Betriebsversammlungen sind eine der wenigen Gelegenheiten, wo wir auch mit Kolleg_innen anderer Abteilungen der Wohnservice Wien in Dialog treten k\u00f6nnen. Wir sind der Meinung, dass es f\u00fcr alle m\u00f6glich sein muss sich an demokratischen Prozessen in der Arbeit zu beteiligen und m\u00f6chten daher&nbsp;<strong>mehr Zeit f\u00fcr Betriebsversammlungen auf Arbeitszeit&nbsp;<\/strong>erreichen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Behindertenvertrauensperson<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Enge und<strong>&nbsp;konstruktive Zusammenarbeit mit der Behindertenvertrauensperson<\/strong>&nbsp;zur Durchsetzung der Interessen aller Mitarbeiter_innen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Transparente Anrechnungskriterien und Geh\u00e4lter Der Wunsch nach einem fairen und nachvollziehbaren Gehaltschema ist ein legitimes Bed\u00fcrfnis von Arbeitnehmer_innen. Gerechtigkeit und Transparenz bei der Einstufung und Gleichbehandlung bei Geh\u00e4ltern spielen f\u00fcr die Motivation und ein gutes Betriebsklima eine bedeutende Rolle. 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